Eurasian News Fairway

«Warum Israel plötzlich ein Problem mit Donald Trump hat» («Почему у Израиля неожиданно возникли проблемы с Дональдом Трампом»)

«Warum Israel plötzlich ein Problem mit Donald Trump hat» («Почему у Израиля неожиданно возникли проблемы с Дональдом Трампом»)
Май 21
00:40 2017

Предлагаем вниманию наших зарубежных читателей размещённую на сайте авторитетного немецкого издания Die Welt статью «Warum Israel plötzlich ein Problem mit Donald Trump hat» («Почему у Израиля неожиданно возникли проблемы с Дональдом Трампом»), затрагивающую острые вопросы американо-израильских отношений.

От редакции ENF:

Как утверждает автор статьи  Гил Ярон (Gil Yaron), «… стало известно, что Дональд Трамп, очевидно, разболтал России важную секретную информацию… Если подозрение подтвердится, получается, что США не только поставили под угрозу жизнь израильского шпиона. Они поставили сам Израиль в опасную ситуацию в противостоянии с Сирией и Ираном. Заклятые враги Израиля — ближайшие союзники Москвы. В их распоряжении могут оказаться щекотливые детали о шпионской тактике Израиля, что приведет к ответным мерам с их стороны».

Рекомендуется к прочтению на языке оригинала.

Ссылка на русский перевод — в подвале статьи.

================================

Nächste Woche besucht Trump seine Verbündeten in Nahost – doch die Stimmung ist angespannt. Israel ist brüskiert, weil der US-Präsident wichtige Geheimnisse an Russland ausgeplaudert haben soll. Nicht das einzige Problem.

Sind die USA Freund oder Verräter? Patron oder Plappermaul? Diese Fragen stellen sich Israels Medien, nachdem bekannt wurde, dass US-Präsident Donald Trumpvergangene Woche eines ihrer wichtigsten Geheimnisse an Russland ausgeplaudert haben soll. Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, haben die USA nicht nur das Leben eines israelischen Spions gefährdet.

Sie haben Israel auch in eine gefährliche Situation gegenüber Syrien und den Iran gebracht. Israels Erzfeinde sind enge Verbündete Moskaus. Sie könnten nun intime Details über Israels Spionagepraktiken erfahren und Gegenmaßnahmen einleiten.

Die Affäre überschattet den bevorstehenden Staatsbesuch Trumps in Israel. Nach Jahren der Krise war dieser eigentlich als Symbol der neuen freundschaftlichen Beziehungen zu Washington gedacht. Stattdessen mutiert der Besuch nun zum Versuch, Risse zu kitten. Der einst von Israels rechten Kräften begrüßte Trump erweist sich als unberechenbarer, immer problematischerer Freund.

„In den bilateralen Beziehungen ist nie etwas Ähnliches vorgekommen“, sagte der ehemalige Mossad-Chef Schabtai Schavit im israelischen Staatsradio. Israelunterhält eines der besten Netze von Geheimdienstagenten im Nahen Osten. Auch deswegen gilt der Staat als wichtiger strategischer Partner der USA. „Wir geben denen alle unsere Kronjuwelen“, beschrieb ein ehemaliger Mitarbeiter des Mossad die Kooperation.

Israels Spion in den Reihen der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) soll ein solches „Juwel“ gewesen sein. Laut Medienberichten hatte er erfahren, dass der IS plante, ein Flugzeug auf dem Weg in die USA mit einer Bombe zu sprengen, die er in einem Laptop an Bord bringen wollte. Diese Erkenntnisse teilte Israel den USA mit – unter der Auflage, die Informationen geheim zu halten.

Daraufhin verboten die USA im März auf Flügen aus bestimmten Ländern die Mitnahme von Laptops. Vergangene Woche nun soll Trump sich über alle Konventionen hinweggesetzt und Russlands Außenminister Sergej Lawrow im Oval Office von der „tollen geheimdienstlichen Erkenntnis“ erzählt haben.

Dabei soll Trump auch gesagt haben, in welcher Stadt diese Information aufgetrieben wurde. Das bringe den Agenten in akute Gefahr, hieß es im amerikanischen Sender ABC. Die Geschichte wurde bekannt, als Beamte die hochgeheime Information in Notizen des Treffens entdeckten.

Quellen in israelischen Geheimdiensten wollten am Mittwoch auf Anfrage der WELT keine Stellung beziehen. Israels Botschafter in Washington reagierte kühl auf den Bericht der „New York Times“, Trump habe israelische Geheimnisse preisgegeben. Man habe „vollstes Vertrauen in den Geheimnisaustausch mit den USA“ und freue sich darauf, die Beziehungen in dieser Hinsicht unter Präsident Trump weiter zu vertiefen.

Doch Israels Zeitungen sprechen von Empörung und Ratlosigkeit unter Geheimdienstlern. Diese würden fortan zögern, Informationen mit Washington zu teilen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit den USA für Israel unerlässlich.

Auch Israels rechte Politiker sind von Trump enttäuscht

Nicht nur Geheimdienstler sind von dem amerikanischen Präsidenten enttäuscht, sondern auch Israels rechte Kräfte. Konservative Politiker hatten Trumps Einzug ins Oval Office gefeiert, weil er die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wollte, dessen Ostteil von den Palästinensern als Hauptstadt beansprucht wird. Dass Trump Israel gleich zu Beginn seiner Amtszeit besucht, werteten sie als dessen Unterstützung für Premier Benjamin Netanjahu.

Doch mehrere Eklats wecken nun Zweifel. Zuerst vergaß Trumps Sprecher, am Holocaust-Gedenktag den Massenmord an den Juden zu erwähnen. Trump bemühte sich, den Patzer wiedergutzumachen. Doch jetzt hat das Weiße Haus beim eintägigen Israel-Aufenthalt nur 15 Minuten für den Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eingeplant. „Nicht einmal genug, um auf der Liste ein Häkchen zu machen“, kommentierte das Staatsradio empört.

Trump besucht auch die Klagemauer in Jerusalems Altstadt, die Juden heilig ist, will dabei aber von keinen Israelis begleitet werden. Berater erklärten Israel, die Mauer befände sich im „Westjordanland“, das die Palästinenser einfordern. Später weigerte sich Trumps Nationaler Sicherheitsberater H. R. McMaster, die Klagemauer als Teil Israels zu bezeichnen. Für Netanjahu ist dies ein Affront.

Von der Verlegung der US-Botschaft ist bei Trump keine Rede mehr. Dafür besucht der Präsident die palästinensische Stadt Bethlehem und trifft dort Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Den hatte er erst unlängst im Weißen Haus empfangen und in höchsten Tönen gelobt.

Zudem arbeiten Trumps Gesandte seit Wochen intensiv daran, neue Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern zu eröffnen, die auch Zugeständnisse von den Israelis beinhalten könnten. Trump wird in Israel zwar warm empfangen werden. Hinter den Kulissen wachsen indes Missmut und Misstrauen zum unberechenbaren, mächtigen Freund Amerika.

 

(текст на русском языке)

 

Об авторе

Иные СМИ

Иные СМИ

Связанные статьи

3 комментариев

  1. Весёлый Роджер
    Весёлый Роджер Май 24, 05:00

    Полная бредятина. Никаких проблем в этом плане нет и не будет. Израиль — верный вассал Вашингтона.

    Ответить
  2. ЕВРОПА
    ЕВРОПА Май 24, 06:13

    Что-то не вижу никаких реальных проблем. Сплошное словоблудие…

    Ответить

Написать комментарий

Добавить комментарий

Поиск

без комментариев/no comments

Архив статей по датам

Июнь 2017
Пн Вт Ср Чт Пт Сб Вс
« Май    
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Подписка на новости

Введите адрес вашей электронной почты, чтобы подписаться на этот блог и получать уведомления о новых записях.