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«Niedersachsens Innenminister: «Terrorismus hat sich in 24 Monaten radikal verändert» («Министр внутренних дел Нижней Саксонии: «За последние два года методы террористов радикально изменились»)

«Niedersachsens Innenminister: «Terrorismus hat sich in 24 Monaten radikal verändert» («Министр внутренних дел Нижней Саксонии: «За последние два года методы террористов радикально изменились»)
Декабрь 21
23:42 2016

Предлагаем вниманию наших зарубежных читателей размещённую на сайте авторитетного немецкого издания FOCUS статью «Niedersachsens Innenminister: «Terrorismus hat sich in 24 Monaten radikal verändert» («Министр внутренних дел Нижней Саксонии: «За последние два года методы террористов радикально изменились»), затрагивающую острые вопросы международной безопасности.

От редакции ENF:

Автор статьи Мартина Фитц () очень уместно цитирует министра внутренних дел Нижней Саксонии (Германия) Бориса Писториуса, открытым текстом заявившего:

«Германия — не остров безмятежности. Французы и англичане также живут с постоянной террористической угрозой — таково положение вещей во многих странах. И здесь ничего не поменяется, пока существует подобная форма терроризма, за которой стоят «Исламское государство» и его сторонники».

Рекомендуется к прочтению на языке оригинала.

Ссылка на русский перевод — в подвале статьи.

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Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) erklärt im FOCUS-Online-Interview, wie der islamistische Terrorismus sich verändert hat, dass die Vorgänge von Berlin neue Sicherheitsmaßnahmen zur Folge haben dürften, und dass er weiterhin zu Weihnachtsmärkten geht.

FOCUS Online:Hat die Telefonkonferenz der Innenminister von Bund und Ländern weitere Erkenntnisse gebracht als die, dass man die Weihnachtsmärkte offenhalten möchte?

Boris Pistorius:Wir sind uns einig, dass die Weihnachtsmärkte weiter stattfinden sollen. Wir sind uns einig, die Präsenz der Polizeikräfte zu erhöhen. In Niedersachsen beispielsweise tun wir das, indem wir mehr Polizei auf die Straße schicken – mit Schutzwesten und Maschinenpistolen ausgestattet. Wir haben außerdem die regionalen Polizeibehörden gebeten, mit den regionalen Weihnachtsmarktbetreibern zu beraten, ob, und wenn ja welche, zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen wären. Dafür kann es aber kein einheitliches Konzept geben. Das kommt auf die örtlichen Gegebenheiten an.

FOCUS Online: Muss man daraus schließen, dass man mehr Sicherheitsmaßnahmen braucht und möglicherweise bislang nicht genug getan hat?

Pistorius: Nein, wir tun eine Menge. Aber leider gibt es Anschlagszenarien, gegen die man sich nicht zu Hundertprozent absichern kann. Einen derartigen Anschlag mit einem Sattelschlepper an jeder Stelle der Stadt zu jeder Uhrzeit auszuschließen ist faktisch unmöglich.

FOCUS Online: Wir werden also mit Terrorgefahr weiter leben müssen?

Pistorius: Ja, denn Deutschland ist keine Insel der Glückseligkeit. Die Franzosen leben damit, die Engländer leben damit, viele andere Nationen auch. So lange es diese Form von Terrorismus durch den so genannten Islamischen Staat und seine Anhänger gibt, so lange ist das so. Wir müssen in diesem konkreten Fall allerdings noch abwarten, ob es sich tatsächlich um einen terroristischen Anschlag dieser Art handelt.

Es geht weiter darum, so viel Sicherheit wie möglich zu gewährleisten. Aber es muss leider auch klar sein: Eine absolute, objektive Sicherheit gibt es nicht. Das Schlimmste, was wir tun können, ist, die Terroristen ihre Ziele erreichen zu lassen, indem wir beginnen, unser freiheitliches Leben einzuschränken.

FOCUS Online: Also plädieren Sie dafür, auch Silvester so zu feiern wie bisher, also auch auf öffentlichen Plätzen?

Pistorius: Ich plädiere dafür, dass wir unseren Lebensstil nicht ändern. Ich werde heute Nachmittag in Hannover auf den Weihnachtsmarkt gehen, ich werde das in den nächsten Tagen auch noch in meiner Heimatstadt Osnabrück tun. Ich verstehe jeden, der Angst hat und für sich entscheidet, das nicht zu tun. Aber ich halte es mit den Franzosen, die nach den Vorfällen vom Bataclan trotzig erklärt haben „Je suis en terrasse“, also ich bin draußen auf der Terrasse, um zu dokumentieren, dass sie sich ihre Art zu leben von den Terroristen nicht nehmen lassen, ihnen nicht das Feld überlassen. Genau darum geht es hier auch.

FOCUS Online/WochitIS veröffentlichte vor wenigen Wochen dreiseitige Anleitung für Lkw-Angriffe

Für Silvester ist die Lageeinschätzung regional zu betrachten

FOCUS Online: Wird man dennoch für die Silvesterfeiern verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in den Blick nehmen?

Pistorius: Man hat das schon vor dem Anschlag von gestern im Fokus gehabt, nicht zuletzt wegen der Silvesternach von Köln. Nach gestern wird man das nochmals besonders intensiv betrachten. Aber auch hier gilt: Die Lageeinschätzung ist regional zu betrachten. Aber natürlich wird es erhöhte Polizeipräsenz geben.

FOCUS Online: Muss man umdenken? Anschläge mit Lastwagen hatte man vor dem Anschlag von Nizza nicht im Blick. Muss man verstärkt öffentliche Areale mit Betonpfeilern absichern und sich neue Sicherheitsmaßnahmen überlegen?

Pistorius: Wir erleben, dass diese Form von Terrorismus sich innerhalb von 24 Monaten radikal verändert hat. Noch vor zwei Jahren waren die Opfer ganz andere. Denken Sie an den Januar 2015. Da waren die Opfer die Journalisten von Charlie Hebdo, also ein erklärter Gegner. Dann kam der Anschlag von Paris, wo willkürlich ausgewählte Menschen Opfer wurden.

Das hat sich in Nizza, Brüssel und jetzt auch in Berlin fortgesetzt. Der Terrorismus hat kein einheitliches Gesicht, die Täter haben es nicht, mal sind es einzelne, mal kleine Gruppen. Es gibt nicht den einen islamistischen Terrorismus, auf den man sich einstellen kann. Deshalb müssen wir uns die Frage beantworten, wollen wir unsere Städte zu Festungen ausbauen.

Der Anschlag von Berlin wird dazu führen, dass zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen eingeführt werden. Dort wo es Sinn macht. Diese Maßnahmen stärken auch das individuelle Sicherheitsgefühl. Der Terrorismus, wie wir ihn heute erleben, sucht sich aber immer wieder neue Wege. Denken Sie daran, wie die Anschläge auf das World Trade Center die Sicherheit rund um das Fliegen verändert haben, aber nicht verhindern konnten, dass weiterhin Terroristen weltweit unschuldige Menschen ermorden. Wir müssen ganz ehrlich damit umgehen: Es gibt keinen absoluten Schutz vor terroristischen Anschlägen.

FOCUS Online: Brauchen wir eine andere Debatte über den Umgang mit Flüchtlingen? Ihr bayerischer Amtskollege Herrmann hat heute gefordert, offen über die Risiken zu reden, die durch die Ankunft vieler Flüchtlinge entstanden sind.

Pistorius: Wer jetzt diese Forderung stellt, erweckt den Eindruck, als hätten wir das nicht immer getan. Wir haben immer gesagt, dass wir nicht mit Sicherheit sagen können, wer sich unter 900.000 Flüchtlingen verbirgt. Darunter sind Kriminelle und, wie wir jetzt erfahren, auch einzelne, die Terroristen sind oder sich zu solchen entwickeln. Es war immer klar, dass man das nicht alles kontrollieren kann, wenn Menschen ihre Identität verschleiern oder ihre wahren Beweggründe verheimlichen. Dagegen gibt es keinen endgültigen Schutz. Das darf aber nicht dazu führen, dass wir unsere Hilfe für Menschen in Not einstellen. Ich plädiere dafür, das sehr sorgsam zu trennen.

Schutzsuchende nicht stigmatisieren und verallgemeinern

FOCUS Online: Dennoch besteht die Gefahr, dass das von interessierten Kreisen instrumentalisiert wird…

Pistorius: Das erleben wir ja bereits. Aber die Tatsache, dass diese Entwicklung von einer gewissen Seite im politischen Spektrum genutzt werden wird, darf uns ja gerade nicht veranlassen, das antizipierend aufzugreifen und die Diskussion selbst zu führen. Wir wissen, dass es solche Fälle gibt. Aber wir dürfen das nicht verallgemeinern. Wir dürfen die überwiegende Zahl der Menschen, die zu uns kommen, weil sie nichts Anderes wollen als Schutz und Zuflucht, nicht stigmatisieren und ausgrenzen.

Wir müssen unsere kriminalistische Arbeit machen. Wir müssen unsere Sicherheitsbehörden ihre Arbeit machen lassen. Wir müssen ruhig und besonnen agieren. Und wir müssen das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden haben, dass sie tun, was sie können. Aber Anschläge dieser Art lassen sich eben kaum konkret vorhersagen.

FOCUS Online: Würden Sie denn die Wortwahl Ihres Kollegen Bouillon unterstreichen, der von Kriegszuständen sprach?

Pistorius: Nein. Davon kann man nun wirklich nicht sprechen. Das würde bedeuten, dass wir Terroristen zu Kombattanten erklären, die sich an irgendwelche Regeln der Kriegsführung halten. Das tun sie nicht. Das sind feige Terroristen und Mörder. Mit denen führt man keinen Krieg, die verfolgt man.

 

(текст на русском языке)

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6 комментариев

  1. Весёлый Роджер
    Весёлый Роджер Декабрь 22, 10:07

    Словесный блуд. На деле же немецкая полиция связана по рукам и ногам.

    Ответить
  2. Екатерина
    Екатерина Декабрь 22, 15:55

    Разговор ни о чем… ((

    Ответить
  3. Ростан, Казань
    Ростан, Казань Декабрь 27, 14:33

    «Террористы изменились»
    Ну просто охренительное умозаключение! ((((((((((

    Ответить
  4. Ляпис Трубецкой
    Ляпис Трубецкой Декабрь 27, 16:45

    Саксония, как и вся Германия в целом, уже давно создала питательную среду для террористов всех мастей.

    Ответить

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