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«Im Schatten» («В тени»)

«Im Schatten» («В тени»)
Май 24
00:40 2017

Предлагаем вниманию наших зарубежных читателей размещённую на сайте авторитетного немецкого издания Die Zeit статью «Im Schatten» («В тени»), затрагивающую актуальные проблемы внутриамериканской политики.

От редакции ENF:

Как утверждает автор статьи  Рике Хавертц (), «Мелания стала первой супругой американского президента в истории, которая сразу после инаугурации не въехала в президентскую резиденцию. Официальный график встреч и мероприятий Мелании не загружен, и к тому моменту, когда у ее предшественниц уже была готова программа, супруга Дональда Трампа сумела разве что объявить о планах заняться такой темой, как противодействие кибербуллингу…».

Рекомендуется к прочтению на языке оригинала.

Ссылка на русский перевод — в подвале статьи.

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Melania Trump tut sich schwer als First Lady. Sie wohnt noch nicht im Weißen Haus und ist selten an der Seite ihres Mannes zu sehen. Dabei könnte ihre Rolle mächtig sein.

Als Donald Trump seinen Saudi-Arabien-Besuch beendet, verhält er sich einmal kurz wie ein Gentleman. Auf dem Weg zur Air Force One geht er einen Schritt hinter seiner Frau Melania. Aber dann kann er sich doch nicht zurückhalten. Noch auf der Gangway überholt er die First Lady. Bei der Ankunft in Israel ein ähnliches Bild: Er steht in der offenen Tür, sie einen Schritt hinter ihm. Bis dato ist Melania Trump als First Lady kaum in Erscheinung getreten. Auf der Auslandsreise ihres Mannes, als Melania ihre Rolle in der Öffentlichkeit erstmals sichtbar mehr annimmt, gibt es dann direkt eine Kontroverse.

Bei der Ankunft in Saudi-Arabien trug die 47-Jährige kein Kopftuch. Sie ist nicht die Erste, die sich den strikten Kleidervorschriften des Landes in Teilen entzieht. Auch Michelle Obama trug bei ihrem Besuch in Saudi-Arabien 2015 kein Kopftuch.

Wer sich damals darüber aufregte, war: Donald Trump. «Viele Menschen finden es wundervoll, dass Mrs. Obama kein Kopftuch in Saudi-Arabien getragen hat, aber dort fühlten sie sich beleidigt. Wir haben schon genug Feinde», twitterte Trump. Was Melania Trump auf dieser Reise neben ihrem Mann an Programm absolvierte, wurde unwichtig.

Von Melania Trump selbst gab es keine Reaktion zu ihrer Kleiderwahl und der Debatte darüber. Aber sie twitterte für ihre Verhältnisse geradezu ausführlich. Sieben Tweets über den «wundervollen Besuch» und die Bestrebungen des Landes, «Frauen zu ermächtigen», konnte man lesen. Seit sie unter @flotus twittert, hat sie insgesamt erst 50 Tweets verfasst.

«Sie ist in einer wenig beneidenswerten Position»

Im Weißen Haus überlässt sie ihrem Mann das Reden, Twittern, Polarisieren. «Sie ist in einer wenig beneidenswerten Position, weil ihr Mann so spaltend ist», sagt die US-amerikanische Journalistin Kate Andersen Brower, die ein Buch über die Macht und die Rolle der First Ladys geschrieben hat.

Vielleicht liegt es auch daran, dass sich Melania in Washington rar macht. Der East Wing, in dem die First Ladys des Landes wirken, ist verwaist. Sie ist die erste First Lady in der Geschichte der USA, die nicht direkt ins Weiße Haus gezogen ist. Zwar gibt es mittlerweile eine Kommunikationschefin für Melania Trump, doch viele andere Stellen sind noch unbesetzt. Es gibt nicht viel zu tun. Die offiziellen Termine von Trump seit der Amtsübernahme ihres Ehemannes Ende Januar sind ausgesucht und selten. Hier eine Vorlesestunde in einem Kinderkrankenhaus, dort eine Rede vor geladenen Gästen.

Als andere First Ladys ihre Agenda schon lange gesetzt hatten, kündigte Melania Trump lediglich an, sich um das Thema Cyberbullying kümmern zu wollen. Ausgerechnet.

Doch braucht es die First Lady überhaupt noch im Jahr 2017? «Die Frau an der Seite von»: Nie schien das Klischee der First Lady mehr zum Tragen zu kommen als mit einem Präsidenten Trump, der Frauen offen beleidigt und herabsetzt und ihnen augenscheinlich nicht viel mehr als eine Trophäenrolle zugesteht. Mit Tochter Ivanka hat er sich eine enge Beraterin ins Weiße Haus geholt. Die Gattin wird in Washington offensichtlich nicht vermisst.

Im September nun wird Melania ins Weiße Haus ziehen, Sohn Barron wird dann auf eine Schule in Maryland gehen. Dann könnte sich die First Lady einfach darauf konzentrieren, Mutter zu sein ­– eine Rolle, deren Bedeutung Melania Trump in ihren wenigen öffentlichen Statements stets betont – und das Porzellan-Dekor für den 45. Präsidenten auszusuchen.

Die Rolle der First Lady kann so traditionell gestaltet werden, aber sie bietet mehr Möglichkeiten. «Diese Frauen sind unglaublich mächtig. Es ist eine reale und auch eine von der Öffentlichkeit wahrgenommene Macht», sagt Andersen Brower.

Eleanor Roosevelt, nach wie vor Amerikas beliebteste First Lady, gab Pressekonferenzen für ausschließlich weibliche Journalisten und organisierte 1939 einen Auftritt einer afroamerikanischen Opernsängerin am Lincoln Memorial, nachdem ihr ein Auftritt in einem Konzertsaal verboten worden war.

Wie glaubwürdig kann Melania Trump sein?

Barbara Bush umarmte in den achtziger Jahren einen Aids-Patienten und küsste ein HIV-infiziertes Kind. Gesten, die eine angst- und vorurteilsbelastete Debatte veränderten. Betty Ford ging offen mit ihrer Alkoholsucht um und gründete eine Entzugsklinik in Kalifornien. Hillary Clinton hatte ein Büro im West Wing des Weißen Hauses und setzte sich für eine Gesundheitsreform ein, die allerdings scheiterte.

Und mit Michelle Obama hat Melania Trump eine Vorgängerin, die das Amt mit einem modernen Stil geprägt hat. Zwar war Obamas Agenda im klassischen Sinne traditionell – gesundes Essen und Bildung für Mädchen weltweit –, aber Obama schaffte es, für diese Themen maximale Aufmerksamkeit zu generieren. Auch, weil sie sich regelmäßig in Late-Night-Talkshows einladen ließ und schon mal mit Missy Elliot in einem Auto Karaoke sang.

Politisch hielt sie Reden, die über die Rolle der «Mom in Chief» hinausgingen, zuletzt auf dem Parteitag der Demokraten im vergangenen Jahr – von der sich Melania Trump bei ihrer Rede auf dem Parteitag der Republikaner «inspirieren» ließ.  Als Michelle Obama das Weiße Haus verließ, hatte sie eine Zustimmungsrate von 68 Prozent.

Mit der First Lady Melania Trump konnte ein Großteil der Amerikaner zunächst nichts anfangen, sie war wenig beliebt und wenig bekannt. Eine Verantwortung, die sie selbst trägt, da sie sich schon im Wahlkampf im Hintergrund hielt. Der mit ihr assoziierte Hashtag war #SadMelania, weil sie bei der Amtseinführung einen unglücklichen Eindruck machte. US-Medien spekulierten, ob Melania sich je mit ihrem Job anfreunden würde, die New York Times fragte gar, ob sie plane, überhaupt eine Rolle als First Lady zu spielen.

Mittlerweile hat sie sich ein bisschen davon erholt, 52 Prozent der Amerikaner haben laut einer CNN-Umfrage nun ein positives Bild von ihr. Woraus sich dieses verbesserte Image der First Lady ergibt, wird aus der Umfrage nicht ersichtlich. Ihre wenigen öffentlichen Auftritte mögen zu einer größeren Sichtbarkeit geführt haben – und sie hat sich dabei noch keine groben Fehler geleistet.

Mutter, Ehefrau, First Lady

Doch wie glaubhaft kann eine Frau an der Seite eines Mannes sein, der augenscheinlich überfordert ist von seinem Amt, seine Positionen willkürlich ändert und wegen einer Russland-Affäre unter Druck steht, die sich in den kommenden Monaten nicht in Luft auflösen wird? Über ihr selbst gewähltes Thema Cyberbullying spotteten viele. Tenor: Melania Trump solle damit anfangen, ihrem Mann das Handy wegzunehmen, damit der via Twitter nicht mehr alle Welt mobben könne.

Von ihrem Team lässt Melania Trump in diesen Tagen ausrichten, sie arbeite hart daran, die ihr wichtigen Themen mit ihrer Rolle als Mutter, Ehefrau und First Lady zu vereinbaren. Nach dem Besuch des US-Präsidenten in Israel und den Palästinensergebieten geht es am Mittwoch nach Rom zum Papst. Ob die Katholikin dort eine Kopfbedeckung tragen wird, ist nach ihrem Auftritt in Saudi-Arabien bisher die einzig drängende Frage, die sich in Bezug auf die Rolle Melanias an der Seite ihres Mannes stellt. Will sie als First Lady mehr sein, wird sie anfangen müssen, selbstbewusster eigene Themen zu setzen.

Ende März hielt die First Lady eine Rede im US-Außenministerium, wo sie den International Women of Courage Award präsentierte. «Wir müssen weiter daran arbeiten, dass alle Geschlechter gefördert werden und alle Menschen respektiert werden, egal aus welchen Verhältnissen sie stammen oder welchem Volk sie angehören. Wir müssen uns daran erinnern, dass wir ultimativ alle Mitglied einer Ethnie sind, der menschlichen», sagte sie dort.

Sie wird ihren Mann an diese Worte erinnern müssen, sollte sie sie ernst meinen und nicht nur abgelesen haben. Sonst bleibt ihr am Ende in den kommenden Jahren nicht mehr als die Porzellanauswahl und das gefällige Lächeln für offizielle Fotos.

Foto: First Lady Melania Trump und US-Präsident Donald Trump am 22. Mai 2017 in Jerusalem© Gali Tibbon/AFP/Getty Images

(текст на русском языке)

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6 комментариев

  1. Просто Гоша
    Просто Гоша Май 24, 04:53

    Дамы правят миром ))

    Ответить
  2. Весёлый Роджер
    Весёлый Роджер Май 24, 04:54

    чой-то у этой Маланьь рожа вся — из сплошных углов и впадин

    Ответить
  3. ИноСМИ
    ИноСМИ Май 24, 05:18

    МАЛАНЬЯ — БЫЛАЯ ПОРНОЗВЕЗДА… НУ И ВЫБОР !!!

    Ответить

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